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Geräte kommunizieren ohne Funk und hören die Umgebung ab

Jeder kennt und nutzt heute unter anderem WLAN und Bluetooth für die elektronische Kommunikation zwischen Geräten.

Wenn man nun zum Beispiel bei einer Besprechung oder beim Sex seine Privatsphäre schützen möchte, alles abschaltet und dann denkt, es finde keine elektronische Kommunikation zwischen Geräten mehr statt, dann täuscht man sich leider.

Beispiel WLAN

Wenn man über die Benutzeroberfläche das Symbol (Icon) für WLAN anklickt und WLAN abschaltet, verändert sich die Symbolik, WLAN geht in der Regel aus. Aber das sind nur Symbole auf der Benutzeroberfläche. Im Hintergrund kann WLAN durch Änderungen in der Software dennoch aktiviert sein.

Ist WLAN wirklich ausgeschaltet, muss das nicht das Ende der Kommunikation sein. Es gibt mittlerweile geräteübergreifende Möglichkeiten der Kommunikation zwischen Geräten.

Geräte können das eingebaute Mikrofon und die Lautsprecher nutzen, um auf diesem Weg zu kommunizieren. Der Mensch kann nur ein kleines Spektrum an Tönen (von 16 Hz bis 20 kHz abhängig vom Schalldruckpegel (dB)) bewusst wahrnehmen – es bleibt also noch ein großes Spektrum an Tönen, die unhörbar sind und die man zur Kommunikation nutzen kann – Infraschall (unter 16 Hz) und Ultraschall (über 20 kHz).

Die Werbeindustrie nutzt dies schon, das Verfahren nennt sich Cross-Device-Tracking.

Zum Beispiel wird bei Werbung auf dem Fernseher ein zusätzliches Tonsignal im Ultraschallbereich (Audio Beacon) über den Lautsprecher ausgegeben. Eine laufende App auf dem Smartphone kann dieses Tonsignal erkennen und weiterverarbeiten. Man bekommt weitere Informationen dieser Werbung auf seinem Smartphone angezeigt.

Damit ist es aber theoretisch auch Dritten möglich, auf diesem Wege Daten zwischen Smartphone und Smart-TV-Gerät (mit Mikrofon) auszutauschen. Auch hat dann das Smart-TV-Gerät vielleicht über diesen Weg Zugang zum Internet.

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