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Elektronischer Personalausweis (nPA) und Reisepass

Jeder deutsche Staatsbürger erhält jetzt in seinen Reisepass und Personalausweis einen elektronischen Funkchip (RF-Chip), auf dem biometrische Daten (Lichtbild, Fingerabdrücke) und Personendaten gespeichert werden.

Elektronischer Personalausweis

Die Daten auf dem Speicherchip, die per RFID ausgelesen werden können, sind per PIN und PUK vor dem Zugriff durch Dritte geschützt. Geräte von staatlichen Stellen benötigen die PIN oder den PUK für das Auslesen bzw. Beschreiben des elektronischen Personalausweises nicht – PIN und PUK können von staatlichen Stellen geändert werden. Der elektronische Personalausweis ist gut geschützt: Bei der dreimaligen Falscheingabe der PIN muss der PUK verwendet werden; wird der PUK dann zehnmal falsch eingegeben, so wird der Ausweis gesperrt – damit wird der Ausweis vor dem wahllosen Ausprobieren (Brute-Force-Angriff) von Passwörtern (PIN, PUK) geschützt. Durch diesen Schutz und weitere Maßnahmen ist es nicht möglich, dass über den elektronischen Personalausweis mittels des eingebauten Funkchips (RF-Chip) Bewegungsprofile erstellt werden.

Die Reichweite des Funkchips beträgt in der Praxis bis zu 10 cm, mit großem technischen Aufwand sind bis zu 5 Meter möglich.

Folgende Informationen sind auf dem Ausweis gespeichert: Familienname, Vorname, Geburtsdatum, Geburtsort, Anschrift, Lichtbild, Seriennummer, optional zwei Fingerabdrücke.

Mit dem elektronischen Personalausweis ist es möglich, sich mit einem eigenen Lesegerät am Computer gegenüber staatlichen oder privaten Stellen rechtssicher zu authentifizieren. Dabei sollte man ein Lesegerät verwenden, welches über eine eigene Tastatur für die Eingabe der PIN verfügt, da sonst bei der Eingabe am Computer die PIN durch Dritte (Schadsoftware) gestohlen werden kann.

Weitere Informationen:
  1. Personalausweis (Deutschland) (externes Angebot)

Elektronischer Reisepass

Seit Anfang 2008 verfügt die Europäische Union (EU) über ein zentrales Visuminformationssystem, in dem alle Antragsteller von Visa mit ihren personenbezogenen Daten gespeichert werden. Dieses Informationssystem soll die Kontrolle des Reisepasses mit Hilfe der biometrischen Daten und weiteren Ausweisdaten an Grenzen für Reisende, die ein Visum (Schengen-Visa, EU-Ausländer) benötigen, ermöglichen. Bei EU-Bürgern und visumfreien Reisenden wird der Reisepass verwendet.

Auch der Reisepass verfügt über einen Funkchip (RF-Chip). Dieser Funkchip kann nur ausgelesen werden, wenn sich das Lesegerät gegenüber dem Funkchip authentifizieren kann. Die Authentifizierung findet beim Reisepass durch einen geheimen Zugriffsschlüssel, der vom Lesegerät berechnet werden muss, statt. Dafür muss der Reisepass in das Lesegerät gelegt werden und dieses liest dann optisch die maschinenlesbare Zone im Reisepass aus. Mit diesen Daten errechnet das Lesegerät den Zugriffsschlüssel und kann sich dann gegenüber dem Funkchip im Reisepass authentifizieren. Erst dann hat das Lesegerät Zugriff auf die gespeicherten Daten des Reisepasses. Die auf dem Reisepass gespeicherten Fingerabdrücke werden durch einen weiteren Zugriffsschutz gesichert.

Folgende Informationen sind auf dem Reisepass gespeichert: Familienname, Vorname, Geburtsdatum, Geschlecht, Lichtbild und zwei Fingerabdrücke.

Weitere Informationen:
  1. Biometrischer Reisepass (Deutschland) (externes Angebot)

Der Personalausweis und der Reisepass sind damit gegen den Zugriff und gegen Erstellung von Bewegungsprofilen durch unberechtigte Dritte auf elektronischem Wege sehr gut gesichert. Natürlich wird erst die Zukunft zeigen, wie gut die Sicherungsmaßnahmen der Pässe sind bzw. waren.

Man muss zugeben, dass diese modernen Dokumente zum Beispiel das Einreisen mit dem Flugzeug in Deutschland erleichtern. Man legt seinen Reisepass einfach in ein Lesegerät, alle Daten werden ausgelesen, dann noch einen netten Blick in die Kamera, schon werden alle Daten mit zahlreichen Datenbanken abgeglichen. In Sekundenschnelle wird dann entschieden, ob man Terrorist oder nur ein netter Reisender ist.

Vielleicht kann man dann sorgenlos sein Leben weiterleben oder seinen Urlaub weiter genießen oder man wird auf Schritt und Tritt weiter überwacht, weil doch irgendeine Datenbank etwas Nachteiliges gespeichert hat.

Verbesserungsvorschlag bzw. Nachdenkliches

Die Idee mit dem Fingerabdruck im Ausweis ist ja schon recht alt. Die Nazis haben diese Möglichkeit zur Identifizierung von Personen genutzt. Wenn man sich seine Inspirationen schon im Dritten Reich holt, warum dann nicht gleich richtig hinlangen? Warum tätowiert man nicht eine Registrierungsnummer als Zahlencode oder als Barcode auf eine bestimmte Stelle des menschlichen Körpers – natürlich fälschungssicher? Oder man implantiert einen Funkchip direkt in den menschlichen Körper – am besten gleich ins Gehirn, da kann man gleich die Gedanken mit auslesen und eine Entfernung des Funkchips ist später kaum möglich. Scannersysteme und Empfangssysteme, die an Haustüren, Fahrstühlen oder Räumen befestigt sind, können die Daten lesen, auswerten und weitergeben.

Oder noch besser: gleich die DNA zur Identifikation benutzen. Technische Verfahren für deren schnelle und kostengünstige Auswertung gibt es zwar noch nicht, aber das ist nur eine Frage der Zeit. Und die zugehörige zentrale Datenbank wäre auch fix erstellt: einfach die Daten heranziehen, die das Finanzamt, Meldebehörden, Krankenkassen, Agentur für Arbeit und die Wirtschaft sowieso schon von uns allen haben.