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Bundeswehr

Die Bundeswehr ist schon seit längerer Zeit bedingt einsatzbereit. Seit Jahren wird sie immer wieder Schrumpfkuren unterzogen. Deutschland ist da nicht alleine, auch andere europäische Staaten versuchen bei ihren Verteidigungshaushalten Geld zu sparen. Dennoch werden immer mehr deutsche Soldaten in verschiedenen Ländern bei bewaffneten Konflikten, zum Schutz der Zivilbevölkerung, zur Ausbildung einer Kriegspartei oder zu direkten Unterstützung einer Kriegspartei eingesetzt.

Auch war die Abkehr vom Grundwehrdienst wohl nicht die beste Entscheidung, das hat die Bundeswehr aus der Mitte der Gesellschaft gerissen. Eine Freiwilligenarmee bzw. Berufsarmee, wo man nur die Auswahl unter Bewerbern treffen kann, ist nicht optimal. Vor dieser Umstellung wurden junge Männer aus allen Schichten der Bevölkerung zum Ableisten des Wehrdienstes (in der Bundeswehr) bzw. zum Wehrersatzdienst (zum Beispiel Krankenhäuser) verpflichtet – der eine oder andere ist dann auch in der Bundeswehr oder bei seinem Ersatzdienst geblieben.

Bei der Bundeswehr wird, wie fast überall, versucht Geld zu sparen, aber auf der anderen Seite wird Geld verschwendet, weil man die Ausrüstung von der Rüstungsindustrie nicht vertragsgemäß erhält – sei es, weil die Anforderungen seitens der Bundeswehr ständig verändert werden oder weil die Rüstungsindustrie ihre Versprechungen nicht erfüllen kann. Hinzu kommen dann politische Entscheidungen für den Standort und die Arbeitsplätze für bestimmte Anbieter hinzu – die dann teurer sind bzw. nicht das optimale Produkt bieten.

Einige der problembehafteten und kostenintensiven Projekte der Bundeswehr:
  1. Projekt: „Euro Hawk“
    Aufklärungsdrohne „Euro Hawk“ darf im europäischen Luftraum nicht fliegen.
    (externes Angebot)
  2. Projekt: NH90
    Die Liste der technischen Mängel und die der Fähigkeitsmängel ist schon beeindruckend.
    (externes Angebot)
  3. Projekt: HK G36
    Nicht so optimale Treffergenauigkeit in warmen bis heißen Umgebungen bzw. bei langanhaltender Feindbekämpfung mit schneller Schussfolge oder Dauerfeuer.
    (externes Angebot)
  4. Projekt: Airbus A400M
    Zu spät, zu teuer, weniger leistungsfähig.
    (externes Angebot)

Nachdenkliches

Wer sich auf einer Landkarte oder einem Globus einmal vergegenwärtigt, wo in der Welt derzeit deutsche Soldaten im Einsatz sind, gewinnt rasch den Eindruck: Die Bundeswehr ist eine Art Hilfstruppe der US-Armee. Vielleicht meinen die USA, auf Umwegen zu ganz besonderem Know-how zu gelangen – zu dem der deutschen Vorgängerarmee. Schließlich hat die Wehrmacht zeitweilig mit ein paar Millionen Soldaten Europa sowie große Teile Afrikas und Asiens beherrscht. Vielleicht sind die Führungskräfte der Bundeswehr noch immer stolz darauf, wer weiß. Vielleicht steht der Bundeswehr sogar eine schillernde Zukunft vor Augen – die Wandlung von der Verteidigungsarmee zur Angriffsarmee. Genaue und offizielle Zahlen zu bei Einsätzen der Bundeswehr gefallenen und verletzten Soldaten sind nirgends zu finden. Da kann man nur hoffen, dass die Bundeswehr und die deutsche Regierung mit ihren Soldaten besser umgehen als zum Beispiel die US-Armee und US-Regierung mit ihren Soldaten. In den USA bleiben viele der Männer – und Frauen – nach ihrer Rückkehr mit allem Erlebten alleine.